Vitamin D gegen COVID-19? - Stimmungsschwankungen und Depressionen bekämpfen ☀️ >15+ Studien

Aktualisiert: Juni 2

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VITAMIN D



Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches vorwiegend aus der Sonne synthetisiert wird und in der Literatur auch als Prohormon bezeichnet. In der Umgangssprache wird meistens einfach von Vitamin D gesprochen, jedoch gibt es hier noch einmal eine Unterscheidung zwischen Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Cholecalciferol wird aus tierischen Vitamin D-Quellen und zwar fettigem Fisch, wie z.B. Lachs, Hering, Makrele oder Lebertran gewonnen. Es ist eines der 24 essentiellen Mikronährstoffe, die wir unserem Körper durch die Nahrung zuführen müssen.


Vitamin D2 wird pflanzlich aus Pilzen gewonnen, welche somit eine vegane Alternative für eine Vitamin D Zufuhr durch die Nahrung sein kann. Laut dem heutigen Stand der Wissenschaft kann kein Qualitätsunterschied zwischen Vitamin D3 und D2 festgestellt werden. Durch die Nahrung können nur 10 bis maximal 20% des Vitamin D - Bedarfs gedeckt werden und die restlichen 80% können/müssen durch UV-Einstrahlung oder Nahrungsergänzungsmittel geschehen (2).


In Deutschland leiden 82% der Männer und 91% der Frauen an einem Vitamin D - Mangel durch die Nahrung (22).



Inhaltsverzeichnis:

  • Vitamin D Wirkung und Datenlage

  • Vitamin D Einnahmeempfehlung und Dosierung

  • Wichtigkeit von Vitamin D3 und K2

  • Wie testet man seinen Vitamin D Spiegel eigentlich?

  • Individuelle Faktoren

  • Mögliche Nebenwirkungen

  • Take Home Message



Vitamin D Wirkung Datenlage


Vitamin D ist essentiell für die Knochengesundheit, das Immunsystem, neuromuskuläre Koordination und Muskelkraft zuständig. Ein Vitamin D - Mangel zu Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression, chronischer Müdigkeit, Fertilitätsstörungen und zu einer erhöhten Infektanfelligkeit führen (2), weswegen es gerade in der momentanen Situation noch wichtiger sein könnte, als ohnehin schon. Vitamin D kann dazu beitragen, Infektionen der oberen Atemwege zu verhindern (3) (4) (5). Eine Metananalyse von 2013 untersuchte 39 Studien (4 cross-sectional studies, 8 case-control studies, 13 cohort studies and 14 clinical trials) zu dem Zusammenhang zwischen Vitamin D - Leveln und Atemwegserkrankungen und fand in fast allen Studien einen positiven Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D - Level der Testpersonen und einem aggressivem / schwierigerem Krankheitsverlauf (4). Dies kann natürlich nicht auf COVID-19 Viren übertragen werden, da diese Art von Corona-Viren zu unerforscht sind, jedoch geht der Ansatz in die richtige Richtung.


Isolation in geschlossenen Räumen trägt negativ zum subjektivem psychischen, aber auch physischen Wohlbefinden bei, weshalb der Weg nach draußen in die Sonne gesucht werden sollte. Dies sollte natürlich unter dem Aspekt des "Social Distancing" passieren, um Hygiene-Maßnahmen einzuhalten. Studien zufolge können UV-Strahlen nicht nur die körpereigene Vitamin D - Produktion steigern, sondern auch die Funktion von bestimmten Viren inaktivieren. Es wird wiederholt, dass der Einfluss von Vitamin D auf das neuartige Coronavirus unbekannt ist (1).

Vitamin D und Stimmungsschwankungen / Depressionen


Eine Meta-Analyse (2020) untersuchte 25 randomisierte Trials, die sich insgesamt 7543 Testpersonen mit einem zu niedrigen 25-OH-D - Spiegel angeguckt haben. Die Testpersonen hatten einen 25-OH-D - Spiegel von kleiner/gleich 50nmol pro Liter, was deutlich unter dem Optimalbereich (101 - 125nmol/l) lag. Zusätzlich plagten sie depressive Verstimmungen. Den Testpersonen wurden 4000 IE (=100 mikrogramm) über einen Zeitraum von 8 Wochen gereicht (6).


Das Ergebnis war, dass die Depressionen in vielen Fällen reduziert werden konnte. In Zukunft bedarf es jedoch noch weitere Studien zu dieser Thematik (6).


Hierbei ist zu beachten, dass der Vitamin D - Spiegel im Blut durch den 25-OH-D Spiegel in nmol pro L Blut gemessen wird. Unter 50 nmol/l stellt einen Mangel dar. 101-125 nmol/l den Optimalbereich und größer als 375 nmol/l stellt die Toxizitätsgrenze dar (2).


Vorsicht: Teilweise wird ng pro Liter, anstelle von nmol pro Liter als Messwert bei bestimmten Testverfahren gewählt. Um von 1ng/l auf den richtigen nmol/l-Wert zu gelangen, muss man die Nanogramm-Angabe mit dem Faktor 2,5 multiplizieren.


Vitamin D und Knochenbrüche


In einer weiteren klinischen Studie des Jahres 2005 wurden 96 ältere Frauen untersucht, die einen Schlaganfall mit folgender halbseitiger Lähmung erlitten hatten. Die Gruppe wurde randomisiert in 2 Gruppen unterteilt, wobei eine Gruppe, bestehend aus 48 Teilnehmerinnen, 1000 IE bzw. 25 mikrogramm Vitamin D2 erhielt. Die Placebogruppe erhielt natürlich kein Vitamin D. Alle 96 Testpersonen hatten vor dem Experiment bereits einen Vitamin D - Mangel, da sie nur einen 25-OH-D- Spiegel von weniger als 10ng/mol vorweisen konnten.


Beide Testgruppen wurden 2 Jahre lang beobachtet, wobei die Anzahl der Stürze pro Person und die Inzidenz von Hüftfrakturen zwischen den beiden Gruppen verglichen wurde. Kraft und Muskelgewebe der Skelettmuskulatur auf der nicht paralysierten Seite wurden vor und nach der Studie beurteilt (10).


Ergebnisse: Zu Beginn der Studie lagen die Serumspiegel von 25-OH- D bei allen Patienten im defizitären Bereich (<10 ng/ml), und die Vitamin-D-Behandlung erhöhte die Serum-Spiegel. Die Vitamin-D-Behandlung bewirkte eine 59 prozentige Verringerung der Stürze. Es kam zu einer Zunahme der relativen Anzahl und Größe der Muskelfasern vom Typ II und zu einer Verbesserung der Muskelkraft in der Vitamin D-behandelten Gruppe. Hüftfrakturen traten während des zweijährigen Studienzeitraums in 4 von 48 Fällen in der Placebo-Gruppe und 0 Mal in 48 Vitamin-D2-Gruppen auf. Schlussfolgerung: Vitamin D kann die Muskelkraft durch Verbesserung der Atrophie der Muskelfasern vom Typ II erhöhen, was zu verminderten Stürzen und Hüftfrakturen führen kann. Es ist hinzuzufügen, dass dieser Effekt sogar bei einer niedrigen Dosis von 1000 IE erforscht werden konnte. Heutzutage wird Menschen in diesem Alter, bei bestimmten Vorerkrankungen eine Dosis von 4000 IE empfohlen.


2017 kam jedoch ein "Retraction Statement heraus, welches die Aussagen der Studie wieder zurückzieht, da die Ergebnisse zu wissenschaftlichen Missverständnissen geführt haben sollen (11).


Vitamin D3 + K2 in Düsseldorf hergestellt



Vitamin D und das Immunsystem


Im Jahr 2009 wurde während der H1N1 - Pandemie eine klinische Studie zur Stärkung des Immunsystems mit Hilfe von Vitamin D3 bei japanischen Schulkindern angelegt. 247 Schulkinder wurden doppel-blind in 2 Gruppen eingeteilt und 2 Monate lang beobachtet, wobei eine Gruppe 2000 IE Vitamin D3 erhielt.

Das Ergebnis: Im ersten Monat konnte die Vitamin D - Gruppe ein stärkeres Immunsystem vorweisen. Dieser Effekt konnte im 2. Monat nicht mehr bewiesen werden, wodurch das Ergebnis Studie war, dass Vitamin D3 keinen positiven Effekt auf das Immunsystem in dieser klinischen Studie hatte. (12).



Vitamin D und Knochen


Vitamin D wirkt im Hinblick auf die Knochengesundheit als wichtiger Helfer für den Mineralstoff Calcium: Es hat eine zentrale Bedeutung beim Knochenaufbau und bei der Regulierung der Calciumspiegel im Blut.

Vitamin D erhöht zum Beispiel die Calciumaufnahme aus dem Darm und fördert den Einbau von Calcium in den Knochen („Knochen-Mineralisation“). Auf Dauer kann ein Vitamin D-Mangel zu einer Knochenerweichung führen, die bei Kindern als Rachitis und bei Erwachsenen als Osteomalazie bezeichnet wird.

Außerdem gilt ein Vitamin D-Mangel als wichtiger Risikofaktor für Osteoporose und ist offenbar auch an der Entstehung zahlreicher weiterer Erkrankungen (zum Beispiel Infektionskrankheiten) beteiligt. Calcium und Vitamin D3 sorgen somit gemeinsam für stabile und gesunde Knochen (11).





Vitamin D Einnahme-Empfehlung / Dosierung



Die tolerierbare Obergrenze (UL) liegt nach Angaben der EFSA (European Food Safety Authority) bei 1000 IE (internationalen Einheiten) für Kinder und bei 4000 IE für Personen ab 18 Jahren, Schwangere und Stillende (2).




Wichtigkeit von Vitamin D3 in Verbindung mit K2


Vitamin K ist in verschiedenen Formen vorzufinden, jedoch beschäftigen wir uns in diesem Bericht mit Vitamin K2, welches in fermentierten tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Vitamin K2 ist für den Kalziumstoffwechsel wichtig und unterstützt das synthetisierte Vitamin D dabei, Kalzium in die Knochen einzulagern (13). K2 könnte dabei helfen die mögliche Gefahr an Gefäßverkalkungen durch zu hohe Dosen Kalzium zu vermindern (14).


Die empfohlene Dosis ist hierbei 1,5 mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Vitamin D3 wird häufig zusammen mit Vitamin K2 vertrieben. Achte hierbei, dass das Vitamin in einer biologisch aktiven Trans- Form enthalten ist. Diese würde dann zum Beispiel "All Trans K2 MK-7" heißen. Diese Informationen sind meistens auf jeder Packungsbeilage enthalten. Falls nicht, solltest du dich fragen, warum es nicht angegeben wird und besser die Finger davon lassen oder bei der Firma nachfragen (17).



Wie testet man seinen Vitamin-D Spiegel ?


Es gibt die Möglichkeit bei seinem Arzt ein spezielles Blutbild anfertigen zu lassen, um die 25-OH-D-Konzentration im Serum festzustellen. Dabei ist wichtig, dass darauf geachtet wird, ob das Ergebnis in ng/l oder nmol/l vorliegt. Falls der Wert in Nanogramm angegeben wird, kann man den Wert mit dem Faktor 2,5 multiplizieren, um auf den Nanomol-Wert zu gelangen.


Es gibt jedoch viele unterschiedliche Methoden zur Erkennung und große Schwankungen zwischen den einzelnen Testmethoden. Als zuverlässig gilt die "HPLC-APCI-MS" Methode.


Eine andere Variante ist ein Test, den man zuhause durchführen kann. Hierbei nimmt man sich mit Hilfe des Testers einige Tropfen Blut ab und schickt diese in ein Labor. Die Ergebnisse werden einige Tage später per Post nachhause geschickt.


Hier gibts den Tester

Hier ist ein Video-Link, der das Verfahren für zuhause ganz gut erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=5xhDg7V_Vy0





Individuelle Faktoren


Die Vitamin D Synthese hängt von zahlreichen individuellen Faktoren an, die bestimmend dafür sind wie viel Vitamin D wir tatsächlich synthetisieren können. Zuerst einmal ist bestimmend wie hoch der UV-Index in einer bestimmten Region in einem Monat ist. Hierbei ist zu erwähnen, dass erst ab einem UV-Index von 3 oder höher eine Vitamin D Synthese stattfinden kann.



UV - INDEX von bestimmten Städten nach Monaten


https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/weltweit/weltweit_node.html


In der Tabelle schauen wir uns einmal Berlin an, welches in diesem Beispiel einmal stellvertretend in für Deutschland gilt. Der grüne Bereich zeigt an, in welchen Monaten eine Vitamin D Synthese theoretisch möglich wäre. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei einem UV-Faktor 3-4 nicht genau so viel Vitamin D Synthetisiert werden kann, wie in dem UV-Bereich 5 bis10 (8).


Dies würde bedeuten, dass nur an 6 Monaten im Jahr (April - September) eine Vitamin Synthese möglich ist. Der graue orangefarbene und vor allem rote Bereich beschreibt einen Bereich, in dem zwar genug UV-Strahlen vorhanden sind, um Vitamin D zu synthetisieren, jedoch das Hautkrebs-Risiko drastisch erhöht ist.


Tageszeit


Neben der UV-Strahlung ist zu beachten zu welcher Tageszeit sie Sonnenstrahlen absorbiert werden. Eine Absorption ist nur von 10-15 Uhr möglich, wobei der optimale Bereich von 11:30 - 13:30 angegeben wird. Da vor allem in der westlichen Kultur viele Menschen in einem Büro oder in anderen Gebäuden der Großteil ihrer Zeit verbringen, ist dieser Lebensstil ziemlich contra-produktiv in Bezug auf die optimale Vitamin D - Synthese zu betrachten (2).


Hautfarbe und Alter


Personen mit einer hellen Haut können mehr Vitamin D absorbieren als Personen mit dunkel pigmentierter Haut. Auch im Alter sinkt die Fähigkeit Vitamin D zu absorbieren um ein Vielfaches. Ab dem 65. Lebensjahr liegt die Fähigkeit Vitamin D aus der Sonne zu synthetisieren bei 1/3 ( bei gleicher Sonneneinstrahlung) im Vergleich zu jungen Menschen (2).


Sonnencreme / Kleidung / Glas / Plexiglas / Plastik


Ironischer Weise schütz zwar ein "Sun-Blocker" vor Sonnenstrahlung und dadurch vor der Gefahr Hautkrebs zu erleiden, jedoch schützt es ebenso vor der Aufnahme von Sonnenenergie, um Vitamin zu synthetisieren. Bereits ab dem Sonnenschutzfaktor 15 wird kein Vitamin D mehr synthetisiert. Aus dem Grund gibt es die Empfehlung zu Beginn des Sonnenbads keine Sonnencreme aufzutragen und diese erst zu nutzen, wenn die Haut anfängt leicht zu röten. Dies ist natürlich von Person zu Person sehr unterschiedlich und sollte penibel im Auge behalten werden, um das Hautkrebsrisiko nicht zu erhöhen.


Kleidung deckt Haut ab, wodurch ebenfalls kein Vitamin D absorbiert werden kann. Gleiches gilt für Glas, z.B. beim Autofahren, Plexiglas und Plastik.



Körpergewicht und Rauchen


Wie im vorherigen Artikel beschrieben ist Vitamin D ein fettlösliches Vitamin. Das bedeutet, dass dieses Vitamin nicht zwingend in Kombination mit fetthaltigen Lebensmitteln eingenommen werden muss, wenn man es supplementieren sollte, sondern auch dass es in Körperfett gespeichert wird. Aus dem Grund haben Personen mit Übergewicht einen höheren Vitamin-D-Bedarf.


Menschen mit Übergewicht (BMI > 25) benötigen die 1.5-fache Dosis an Vitamin-D im Vergleich zu normalgewichtigen Personen. Menschen mit Adipositas (BMI >30) haben einen zwei- bis dreifachen Vitamin-D-Bedarf (2). Auch Raucher haben eine 1.5-fachen Bedarf an Vitamin-D im Vergleich zu Nicht-Rauchern.



Zusätzlich kommen individuelle Faktoren mit ins Spiel, die selbst bei gleicher Hautfarbe, Alter, Körpergewicht und gleicher Sonnenexposition von Person zu Person unterschiedliche Vitamin- D Synthese-Level erzeugen können. Aus dem Grund sollte die Einnahme von Vitamin D - Präparaten auf täglicher Basis, vor allem in Deutschland und anderen westlichen Ländern mit geringer UV-Strahlung in Erwägung gezogen werden (25).





Mögliche Nebenwirkungen




Knochendichte


Da Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Kalziumabsorption und dem Knochenstoffwechsel spielt, ist die Zufuhr von Vitamin D entscheidend für die Erhaltung starker Knochen.

Ein Zuviel an Vitamin D kann sich jedoch nachteilig auf die Knochengesundheit auswirken.


Obwohl viele Symptome eines Vitamin-D-Überschusses auf einen hohen Kalziumspiegel im Blut zurückzuführen sind, vermuten einige Forscher, dass Megadosen zu einem niedrigen Vitamin-K2-Spiegel im Blut führen können (17).


Eine der wichtigsten Funktionen von Vitamin K2 ist es, Kalzium in den Knochen und aus dem Blut zu halten. Es wird vermutet, dass sehr hohe Vitamin-D-Spiegel die Vitamin-K2-Aktivität verringern können

Daher ist es umso wichtiger Vitamin D3 oder D2 mit K2 zu kombinieren.



Erhöhter Blutdruck


Ein ausreichender Gehalt an Vitamin D in Ihrem Blut kann dazu beitragen, deine Immunität zu stärken und Sie vor Krankheiten wie Osteoporose und Krebs zu schützen (21).

Es besteht jedoch keine Einigkeit über einen optimalen Bereich für angemessene Werte.


Obwohl immer mehr Menschen Vitamin D supplementieren, findet man nur selten Menschen mit einem toxisch hohen Blutspiegel dieses Vitamins.

In einer Fallstudie wies eine Frau einen Spiegel von 476 ng/ml (1.171 nmol/l) auf, nachdem sie zwei Monate lang ein Ergänzungsmittel eingenommen hatte, das ihr 186.900 IE Vitamin D3 pro Tag verabreichte (20).


Dies war das 47-fache der allgemein empfohlenen sicheren Obergrenze von 4.000 IE pro Tag.


Die Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie unter Müdigkeit, Vergesslichkeit, Übelkeit, Erbrechen, undeutlicher Sprache und anderen Symptomen gelitten hatte (20).

Obwohl nur extrem hohe Dosen so schnell Toxizität verursachen können, empfehlen selbst starke Befürworter dieser Nahrungsergänzungsmittel eine Obergrenze von 10.000 IE pro Tag.


Hoher Kalziumspiegel im Blut


Bei einer übermäßigen Aufnahme von Vitamin D kann der Kalziumgehalt im Blut jedoch Werte erreichen, die unangenehme und potenziell gefährliche Symptome verursachen können.


Mögliche Beschwerden können sein:


Verdauungsbeschwerden, wie Erbrechen, Übelkeit und Magenschmerzen

Müdigkeit, Schwindel und Verwirrung

übermäßiger Durst

häufiges Urinieren


In einer Fallstudie wurde ein älterer Mann mit Demenz, der 6 Monate lang täglich 50.000 IE Vitamin D erhielt, wiederholt mit Symptomen im Zusammenhang mit hohen Kalziumwerten ins Krankenhaus eingeliefert (18).


In einer anderen Fallstudie nahmen zwei Männer unsachgemäß gekennzeichnete Vitamin-D-Zusätze ein, was zu Blutkalziumwerten von 13,2-15 mg/dl (3,3-3,7 mmol/l) führte. Darüber hinaus dauerte es ein Jahr, bis sich ihre Werte nach Absetzen der Nahrungsergänzungsmittel normalisierten (19).


Der Normalbereich des Blutkalziums liegt bei 8,5-10,2 mg/dl (2,1-2,5 mmol/l).



Nierenerkrankungen

In einer Studie an 62 Personen, die übermäßig hoch dosierte Vitamin-D-Injektionen erhielten, erlitt jede Person Nierenversagen - unabhängig davon, ob sie gesunde Nieren oder eine bestehende Nierenerkrankung hatten (15).


UV-Strahlung durch Solarien

Das Bundesamt für Strahlenschutz rät stark vom Besuch von Solarien ab, da das Risiko Hautkrebs durch die stärkeren UVA-Strahlen zu erleiden um ein 10-faches ansteigt (16) (2).




Refererenzwerte zur Beurteilung der Vitamin-D-Versorgung


Quelle: (2) Vegan Klischee - Ade ! S.137




Fazit:


Vitamin D, kann das Immunsystem stärken, jedoch ist dies wissenschaftlich in einigen Studien gezeigt und in anderen widerlegt worden.

Die Literatur zeigt, dass Vitamin D durch seine Wirkung als Prohormon ein wichtiger Faktor für unsere Laune, Stimmung und für die Knochengesundheit ist. Dies konnte in Studien bewiesen werden.


Vitamin D ist für uns in der relevanten Form D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholicalciferol) in Lebensmitteln zugänglich. D3 ist in fettigem Fisch und D2 ist in Pilzen verfügbar, welche genügend UV-Strahlung absorbieren konnten. Beide Formen sind gleichwertig und sollten gemeinsam mit Vitamin K2 eingenommen werden.


Zahlreiche individuelle Faktoren lassen die Absorption von Vitamin D unterschiedlich ausfallen. Vor allem die Region, die Jahres- und Tageszeit machen einen bedeutenden Unterschied bei der Synthese von Vitamin D. Da nur ein UV-Index von 3 und höher als wirkungsvoll dient, um Vitamin D aus der Sonne zu synthetisieren sind in Deutschland nur 6 Monate (April - September) geeignet, um genügend Sonnenenergie zu tanken. Hierbei ist zu verstehen, dass die Sonnenexposition zwischen 10 und 15 Uhr, bestenfalls von 11-30 - 13:30, passieren muss. Sonnencreme (ab UV-Schutzfaktor 15), Kleidung, Plastik, Glas und Plexiglas sind ein Grund dafür, wieso Vitamin D nicht synthetisiert werden kann.


Die empfohlene Dosis für gesunde Erwachsene, Senioren, Sportler oder individuellen Gruppen liegt hier bei 50 - 100 Mikrogramm oder 2000 - 4000 IE pro Tag, wenn ein Bedarf oder Defizit vorliegt.


Die richtige Vitamin K2-Dosierung sollte sich auf ca. 1,5 mikrogramm x Körpergewicht belaufen. Da beide Vitamine fettlöslich sind, sollten sie zusammen mit fetthaltiger Nahrung, z.B. Olivenöl oder Kokosöl, eingenommen werden.


Obwohl es wissenschaftlich gesehen nur einige Einzelfälle gibt, welche die Toxititätsgrenze von >375 nmol/l erreichen konnten und dies definitiv nicht auf die Mehrheit zutrifft, sollten trotzdem die alternativen Referenzwerte von 4000 IE (100 Mikrogramm) pro Tag nicht überschritten werden.




Vitamin D3 + K2, hergestellt in Monheim am Rhein und produziert in Düsseldorf / Rheinland. Laborgeprüft. Sehr hochwertig.

Statement von "natural elements" am 20.05 aus Düsseldorf zu diesem Produkt:



"Hallo Konstantin,

unser Vitamin K2 wird mittels organischem Syntheseverfahren aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen und ist vegan. Da unser Vitamin D3 aber aus Lanolin (Wollfett) gewonnen wird, ist das Gesamtprodukt am Ende nicht vegan, sondern vegetarisch.


Noch zur Info: Wir haben uns aus folgenden Gründen für Vitamin D3 aus Lanolin entschieden:


1. Die Produktion von Vitamin D3 aus Lanolin ist um Vielfaches weniger aufwendig, wie die aus Flechten.

2. Im Gegensatz zum Vitamin D3 aus Lanolin, gibt es noch keine Studien zum "neuen" Vitamin D3 aus Flechten.

3. Unser Vitamin D3 beziehen wir von einem bekannten deutschen Pharma-Hersteller, welcher mit über 100 Jahren Erfahrung produziert, so dass Sie auf die Wirksamkeit vertrauen können.

4. Unser Vitamin D3 wird tierschonend hergestellt. Das Lanolin ist ein Nebenprodukt in der Wollherstellung. Die Schafe werden zur Wollherstellung geschoren. Das Lanolin dann zu entsorgen und aufwendig welches aus Flechten zu erzeugen, ist in unseren Augen Verschwendung von Ressourcen.


Wir geben unser Bestes um Ihnen ein hochwertiges und wirksames Produkt zu liefern. Gleichzeitig versuchen wir uns für eine gesündere und umweltfreundlichere Erde einzusetzen und haben uns daher für Vitamin D3 aus Lanolin entschieden.


Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit bei uns melden"



Veganes D3 + K2


Buchempfehlung: Vegan-Klischee ade!



Literatur von

Prof. Dr. Jörg Spitz zum Thema Vitamin D






Referenzen


(Alle URLs aufgerufen am 21.05.2020)



Vitamin D


(1) Vitamin D is a fat-soluble essential vitamin that our skin synthesizes when exposed to the sun. It benefits us in many ways, from bone health to moodhttps://examine.com/supplements/vitamin-d/

(2) Rittenau, Niko (2020): Vegan Klischee ade! Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zur pflanzlichen Ernährung. Erweiterte Auflage. Hilden. BJV Verlag. S. 132-147


(3) Vitamin D and Immune Function: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23857223


(4) Vitamin D in the Prevention of Acute Respiratory Infection: Systematic Review of Clinical Studies: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23220552


(5) Vitamin D Increases the Antiviral Activity of Bronchial Epithelial Cells in Vitro: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27838350


(6) The Effect of Vitamin D Supplement on Negative Emotions: A Systematic Review and Meta-Analysis: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?

term=the+effect+on+vitamin+D+supplement+on+negative+emotions


(7) Mineralstoff Calcium und Vitamin D3 – Wirkung und Aufgaben: https://www.ratgeber-muskeln-gelenke-knochen.de/specials/wirkstoff-lexikon/calcium-vitamin-d3/


(8)UV-Index weltweit: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/weltweit/weltweit_node.html


(9) Prof. Dr. Spitz, Jörg (2009): Vitamin D - Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention (Deutsch) Gebundene Ausgabe



(10) Low-dose Vitamin D Prevents Muscular Atrophy and Reduces Falls and Hip Fractures in Women After Stroke: A Randomized Controlled Trial: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16088114/


(11) Retraction Statement Paper ‘Low-Dose Vitamin D Prevents Muscular Atrophy and Reduces Falls and Hip Fractures in Women after Stroke: A Randomized Controlled Trial’ by Sato et al. [Cerebrovasc Dis 2005;20:187–192]: )https://www.karger.com/Article/Abstract/480144


(12)Effects of Vitamin D Supplements on Influenza A Illness During the 2009 H1N1 Pandemic: A Randomized Controlled Trial: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25088394/


(13) Proper Calcium Use: Vitamin K2 as a Promoter of Bone and Cardiovascular Health: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4566462/


(14) Vitamin D Toxicity Redefined: Vitamin K and the Molecular Mechanism https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17145139/


Mögliche Nebenwirkungen


(15) Nierenerkrankung: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25939935/


(16) Solarium und Hautkrebs: https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2017/001.html


(17) Knochendichte: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11706280/


(18) Fallstudie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26035535/


(19) Fallstudie 2: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21917864/


(20) Fallstudie 3: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc063341


(21) Review The Role of Vitamin D in Human Health: A Paradigm Shift: https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/1533210110392952 :

"However, since we are experiencing a global epidemic of vitamin D insufficiency, it is unacceptable to continue the status quo pending the outcome of long-term clinical trials. It is 66 Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine 16(1) imperative that all individuals be encouraged to obtain vitamin D from either sunlight or supplementation."


(22) Positionspapier der DGE. Stellungnahme Vitamin D und Prävention ausgewählter chronischer Krankheitenhttps://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf


(23) Vitamin D und Covid-19:https://www.dge.de/presse/pm/trotz-kontaktverbot-koennen-sie-jetzt-etwas-fuer-ihren-vitamin-d-haushalt-tun/


(24) Meta-Analyse zu Knochebrüchen ab 65: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19307517/


(25) Individuelle Faktoren: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17426097/




(26) Sturzrisiko und Vitamin D: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20579169/

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